Gravensteiner 

(Bei uns im Angebot, Alte Sorten)


Mutanten:  Gravensteiner von Gunstrup
Gravensteiner von Saebygard
Martens Gravenstein
Syn. Gravenstein
Calville de Gravenstein
Blumenkalvill (Bayern)
Diels Sommerkönig
Ernteapfel (Elsass)
Graasten
Grafenapfel (Württemberg)
Haferapfel
Marbapfel
Pomme de Gravenstein
Sommer-Blumenkalvill
Sommerkalvill (Baden)
Stroemling
Tom Harryman
Grafenstein
Grafensteiner
Zufallssämling unbekannter Herkunft aus Graasten, Dänemark; nach anderer Quelle aus Italien stammend und von Graf Ahlefeld nach Schloss Gravenstein, Schleswig-Holstein, gebracht, seit 1795 im Handel
Alte Liebhabersorte mit sehr wohlschmeckenden Früchten, die etwa Ende August reifen. Im Anbau sind vorwiegend rotschalige Mutanten verbreitet.
Wuchs: stark bis sehr stark, breit ausladend, Fruchtholz lang, mittelstark verzweigt, für Spindelerziehung weniger gut geeignet
Blüte: sehr früh bis früh, stark bis sehr stark frostempfindlich, lang andauernd, Blütenbesatz mittelhoch und schwankend, grosse, sehr breite Blütenblätter, triploid, daher als Befruchtersorte ungeeignet
Pflückreife: Ende August, etwas Fruchtfall, druckempfindlich
Genussreife: Anfang bis Ende September
Ertrag: niedrig bis mittelhoch, alternierend, mittelfrüh einsetzend
Frucht: mittel bis gross, flach gebaut, stiel- bis mittelbauchig, mittel bis stark gerippt, asymmetrisch, weite, tiefe Kelchgrube, fleischiger, kurzer Stiel; Fruchtschale gelb mit 5 bis 40 % kontrastreichen, orange- bis hellroten Sprenkeln und kurzen Streifen, wachsig bis stark fettig werdend; Fruchtfleisch hellcremefarben, weich, sehr saftig, süss, mit hervorragendem Aroma und sortentypischem, starkem Duft
Lagereignung: gekühlt bis Mitte Oktober, neigt zu Fleischbräune
Krankheiten und Schädlinge: schorf- und mehltauanfällig, Befall mit Kernhausfäule und Stippe bei ungünstigen Witterungsverhältnissen

Bild und Text: "Beschreibende Sortenliste, Kernobst". Deutsches Bundessortenamt. Mit dessen Bewilligung für Veröffentlichung.
Lagerbedingungen: Angaben von Dr. Höhn und Franz Gasser, Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil, ohne jede Gewähr für Richtigkeit und Haftung.
Anbauflächen Schweiz: Bundesamt für Landwirtschaft; Hauptabteilung Produktion und Internationales; Sektion Spezialkulturen und Weinwirtschaft.

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